In den 1930er Jahren entstand die Idee eines Atlas der Schweizerischen Volkskunde (ASV). Unter der Leitung von Richard Weiss und Paul Geiger wurde zwischen 1937 und 1942 eine 150 Fragen umfassende Erhebung durchgeführt, mit dem Ziel ein Momentbild des Alltags und Brauchtums in der Schweiz festzuhalten. Rund 10 Mitarbeiter:innen des ASV befragten um die 1’200 Personen in ca. 400 Gemeinden und Städten der Schweiz. Daraus entstanden u.a. etwa 80'000 Antwortzettel, 2’800 fotografische Abzüge und über 950 Negative. Die kartografische Auswertung erfolgte durch Weiss und Geiger sowie Elsbeth Liebl, Walter Escher und Arnold Niederer. Ab 1950 bis 1988 wurden letztlich 292 thematische Atlaskarten publiziert, 1995 folgte ein abschliessender Registerband.
Nun wird der ASV im Rahmen des Sinergia-Forschungsprojekts «Partizipative Wissenspraktiken in analogen und digitalen Bildarchiven» bis 2024 aufgearbeitet und digital zugänglich gemacht.